Heldt schimpft: bayern-schiri-poker droht eskalation!
München – Der FC bayern hat sich nach dem umstrittenen 1:1 gegen Bayer Leverkusen in einen Schiri-Eklat manövriert. Jetzt schießt Union Berlin-Boss Horst Heldt zurück und warnt vor einem gefährlichen Spiel mit den Unparteiischen. Die Debatte eskaliert – und könnte den gesamten Fußballkalender beeinflussen.

Heldt: „das ist nicht in ordnung“
Die offene Schiedsrichterkritik des FC bayern hat im Profifußball für heftige Wellen gesorgt. Während andere Vereine sich in solchen Situationen eher zurückhalten, haben die Münchner öffentlich ihren Unmut geäußert. Horst Heldt, Geschäftsführer Profifußball bei Union Berlin, hält das für unangemessen. „Das ist einfach gegenüber den anderen Wettbewerbern auch nicht in Ordnung. So ein Ausmaß“, betonte er am Montagabend in „Triple“ bei Sky.
Besonders bitter: Union, das am Samstag in München gastiert, könnte selbst unter den Folgen leiden. „Wir werden nächste Woche die Leidtragenden sein“, warnt Heldt. Er zeigt wenig Verständnis für die bayern-Proteste, obwohl er zugibt, dass auch andere Klubs gelegentlich über Schiri-Entscheidungen schimpfen. „Aber das, was da gerade stattfindet, ist kein Vergleich.“
Die Gelb-Rote Karte für Luis Díaz, die die bayern vehement infrage stellten, wird von Heldt deutlich zurückgewiesen. „Ich kann nur sagen, dass ich das nicht in Ordnung finde, eine Gelb-Rote Karte infrage zu stellen. Jeder weiß, dass es eine Tatsachenentscheidung ist.“ Auch der Einspruch des DFB wurde abgewiesen, was Heldt unterstreicht.
Doch es gibt auch einen Punkt, an dem Heldt dem FC bayern Recht gibt. „Grundsätzlich könnten sie sich sicher nicht beschweren“, so der ehemalige Bundesliga-Profi. Er deutet an, dass die Bayern in den letzten Jahren durch ihre Erfolge eine gewisse Verantwortung tragen. „Sie müssen hin und wieder auch ihrer Verantwortung gerecht werden.“
Die Situation wird durch den Platzverweis bei Union gegen Werder Bremen noch komplizierter. „Da waren wir anderer Ansicht“, erinnert Heldt, der darauf hinweist, dass das nächste Schiedsrichtergespann in München vor einer großen Herausforderung steht. „Und das muss Bayern eigentlich wissen.“
Die gnadenlose Kritik am Schiedsrichtergespann reißt tiefe Furchen. Die Frage ist, ob der FC Bayern mit seinem Verhalten das Vertrauen in die Unparteiischen nachhaltig beschädigt – und ob der DFB endlich einschreiten wird. Denn eines ist klar: Dieser Schiri-Poker ist noch lange nicht zu Ende.
