Handball-aufschwung: silber als sprungbrett – doch nachhaltigkeit bleibt die herausforderung
Berlin – Die deutsche Frauenhandball-Nationalmannschaft spürt den Euphorie-Schub nach dem Silbermedaillengewinn bei der Heim-WM. Doch Bundestrainer Markus Gaugisch warnt vor einem kurzlebigen Erfolg und fordert kontinuierliche Arbeit.

Nach wm-silber: handball-euphorie – gaugisch mahnt zur nachhaltigkeit
„Wir hatten Erfolg, aber oft sind solche Phasen nur ein Strohfeuer“, sagte Gaugisch bei einer Pressekonferenz. Er betonte, dass es in der Vergangenheit schon öfter vorgekommen sei, dass Sportarten nach kurzzeitigem Erfolg wieder in Vergessenheit gerieten. Das Ziel sei es, diesmal eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten.
Rückraumspielerin Viola Leuchter bestätigte die positive Stimmungslage nach der Weltmeisterschaft. „Die Rückmeldungen waren enorm. Viele Menschen haben sich gemeldet und man hat wirklich gespürt, dass diese WM etwas verändert hat“, so die Linkshänderin. Ihr Verein HC Weiden verzeichnete beispielsweise 40 neue Anmeldungen von Mädchen.
Gaugisch appellierte an alle Beteiligten – vom Verband über die Trainer bis hin zu den Vereinen – sich für den Frauenhandball einzusetzen. „Wir sind alle aufgefordert, mit Leitung und guter Arbeit weiterzuarbeiten.“ Er hofft, dass der Frauensport generell einen positiven Eindruck hinterlässt und mehr Mädchen dazu inspiriert, Sport zu treiben.
Die Zahlen sprechen für sich: Die Anzahl der weiblichen Handballspielerinnen ist nach der WM deutlich gestiegen. Doch der Weg zu einer fest etablierten Sportart ist noch lang. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Euphorie tatsächlich zu einer nachhaltigen Stärkung des Frauenhandballs führt.
Leuchter betont: „Es ist wichtig, dass diese positive Entwicklung nicht wieder verpufft. Wir müssen die Begeisterung nutzen und junge Talente fördern – das ist die Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft.“
