Bayer 04: hjulmand täuschte – daten sprechen klartext

Die Null auf dem Konto und der Abwärtstrend: Bayer 04 Leverkusen befindet sich in einer Krise. Trainer Kasper Hjulmand hingegen präsentierte optimistische Zahlen, doch die Fakten zeichnen ein ernüchterndes Bild. Ein Blick hinter die Kulissen enthüllt die Wahrheit.

Der trainer im widerspruch

Der Verein rutscht in der Tabelle ab – von einer Entwicklung will Hjulmand nichts wissen. Die Daten, die er als Argument anführt, widersprechen seinem Optimismus. Die 6. Tabellenposition, vier Punkte Rückstand auf die Champions-League-Quali, nur 1,54 Punkte in der Rückrunde und der hinter Mainz und Augsburg platzierte Auftritt – das ist keine Leistung, die den Ansprüchen eines Double-Gewinners von 2024 gerecht wird.

„Ich möchte nicht zu viel darüber reden, weil es so klingt, als würde ich das verteidigen“, erklärte Hjulmand frustriert. Er verweist auf eine komplexe Analyse, in die er sich vertieft hat – eine Analyse, die er in Einzelgesprächen mit seinem Betreuer Vincent Kompany durchrechnet hat. Doch was genau verbirgt sich hinter diesen Zahlen?

Die zahlen lügen nicht

Die zahlen lügen nicht

Die Fakten sind unbestreitbar: Von 2026 an erzielte Bayer 04 in keinem zweiten Saisonabschnitt häufiger ein Chancenplus als vor Weihnachten. Im Jahr 2026 kam der Verein in acht Spielen auf einen Rückstand in der Chancendifferenz – deutlich mehr als vor dem Jahreswechsel. Die Entwicklung ist nicht positiv. Die 13 Liga-Spiele vor dem Jahreswechsel brachten ein Plus von 23 Torchancen, jetzt sind es erst 29. Das 1:1 gegen Bayern München, bei dem der Rekordmeister länger als eine Hälfte zu zehnt und in der Schlussphase sogar zu neunt agierte, verzerrt das Bild sogar noch zugunsten von Hjulmands These. Ohne diese spezielle Konstellation wäre auch bei der Chancendifferenz eine Stagnation zu sehen.

„Ein Trainer versucht immer, dass seine Mannschaft mehr Chancen kreiert als sie zulässt. Egal, welche Philosophie man verfolgt, das Ziel ist immer, mehr Chancen zu kreieren als der Gegner“, so Hjulmand. Er betont, dass er sich auf die Entwicklung der Mannschaft konzentriert – und dass diese sich positiv verändert habe.