Wm-quali zagreb: deutschland ohne top-stars – thiemann rettet die ehre

Zagreb – Ein Schock für die deutsche Basketball-Nationalmannschaft: Knapp 20 Spieler fehlten beim entscheidenden Qualifikationsspiel gegen Kroatien. Die erste Niederlage in der WM-Qualifikation ist ein bitterer Beigeschmack für das Titelverteidigerteam. Im Rückspiel in Bonn gilt: Revanche ist Pflicht.

Thiemann reist 9.000 kilometer für die nationalmannschaft

Ohne Dennis Schröder, Andreas Obst oder Isaac Bonga musste Bundestrainer Alex Mumbru auf einen ungewöhnlichen Helden setzen: Johannes Thiemann. Der Center des japanischen B.League-Teams Gunma Crane Thunders flog rund 9.000 Kilometer aus Japan, um in der Nationalmannschaft zu spielen. Nach einer Verletzungspause und einem anstrengenden Reiseplan erreichte der 2,06 Meter große Spieler am späten Dienstagabend Berlin, um am Wochenende in Zagreb und Bonn mitzukämpfen.

Thiemann, der seit Sommer 2024 in Japan spielt, ist trotz etwas reduzierter Statistiken (10,3 Punkte und 5,5 Rebounds pro Spiel) eine wichtige Stütze. Seine Rückkehr nach Deutschland ist entscheidend, um die WM-Qualifikation nicht zu gefährden. Die ersten drei Mannschaften der Vierer-Gruppe erreichen die nächste Gruppenphase, und die Ergebnisse der aktuellen Spiele fließen mit.

„Wir brauchen etwas mehr Kontrolle im Spiel, dürfen uns am Ende, wenn es knapp ist, nicht unter Druck setzen lassen“, sagte Thiemann BILD. Die Unterstützung der Fans soll dabei helfen.

Zusätzlich zu Thiemann verstärken Oscar da Silva und Justus Hollatz die Mannschaft. Die beiden Bayern-Stars, beide Euro-Meister, sollen für mehr Stabilität sorgen. Die Reise für Thiemann ist lang, aber die Motivation ist groß: Für die Nationalmannschaft zu spielen und für den Titelverteidiger zu kämpfen, ist ihm wichtig. Der Preis für seine Reise? Rund eine Million Dollar pro Saison in Japan.

Die Revanche in Bonn am Sonntag ist nun noch wichtiger. Thiemann und Co. müssen zeigen, dass sie auch ohne ihre Top-Stars bestehen können.