Warum favoriten bei olympia plötzlich einbrechen
Die Olympischen Spiele sind ein entscheidender Moment für Athleten. Druck, Nervenflattern und Angst können jedoch die geplanten Medaillen zunichtemachen. Was macht Druck mit Athleten und wie können Sportpsychologen dabei helfen?
Emotionen stören den automatismus
„Emotionen beeinflussen das Reaktionsvermögen. Ganz viel läuft im Sport darüber, dass man etwas automatisiert macht“, erklärt Annelen Collatz, Sportpsychologin.

Sportdramen bei olympia
Lena Dürr fädelte als Halbzeit-Zweite im allerersten Tor ein, Franziska Preuß zeigte am Schießstand wieder und wieder Nerven, Eiskunstlauf-Star Ilia Malinin war wegen schwerer Patzer in der Kür auf den achten Rang abgerutscht, Atle Lie McGrath fädelte als Führender nach dem ersten Durchgang ein und flüchtete in den Wald.

Mentale stärke wird immer wichtiger
Die Anforderungen an Olympiateilnehmer haben sich über die Jahre verändert. Heute zählt Mentale Stärke immer mehr. Nicht alle Athleten sind darauf vorbereitet.
Individuelle techniken helfen
Wie Athleten mit Druck umgehen, ist individuell. Selbstgespräche, Nickerchen oder ein Lächeln im Starthaus können helfen. Es gibt keine Lösung, die für alle funktioniert.

Die rolle der sportpsychologen
Sportpsychologen wie Collatz bereiten Athleten auf Olympia vor und helfen bei Kriseninterventionen. Sie sind ein wichtiger Faktor, insbesondere für Athleten, die nicht über naturale mentale Stärke verfügen.

Leistung kann von angst und druck beeinflusst werden
„Der Eustress ist positiver Stress. Wenn das kippt und durch Angst und Druck zum Distress wird, dann hemmt das die Leistung“, erläutert Collatz.

Positive beispiele
Einige Athleten, wie Philipp Raimund und Breezy Johnson, haben Gold geholt, obwohl sie nie im Weltcup gewonnen hatten. Manche Menschen brauchen Druck, um performen zu können.
| Typ | Beschreibung |
|---|---|
| Eustress | Positiver Stress, der die Leistung steigert. |
| Distress | Negativer Stress, der die Leistung blockiert. |
