Super bowl startet ungewöhnlich früh: seahawks spielen am mittwoch

Die NFL bricht mit der neuen Saison eine Tradition. Der Super-Bowl-Champion Seattle Seahawks eröffnet die Spielzeit bereits am Mittwoch, den 9. September – einen Tag früher als üblich. Grund dafür ist ein ungewöhnlicher Spielplan, der durch ein internationales Spiel in Melbourne bedingt ist.

Nfl verschiebt saisonstart wegen australien-spiel

Nfl verschiebt saisonstart wegen australien-spiel

Die Liga gab die Änderung überraschend bekannt. Ursprünglich war der Auftakt am Donnerstag vorgesehen. Doch das Spiel zwischen den Los Angeles Rams und den San Francisco 49ers in Melbourne, Australien, zwingt zu dieser Verschiebung. Das Spiel wird am Donnerstagabend zur US-Primetime übertragen, was in Australien einem Freitagmorgen entspricht.

Diese Maßnahme ist eine direkte Folge der Regelungen des Sports Broadcasting Act von 1961, der Übertragungen von NFL-Spielen an Freitagen und Samstagen in bestimmten Zeitfenstern verbietet. Bisher wurden internationale Spiele in den letzten beiden Jahren freitags nach dem regulären Saisonstart angesetzt. Eine Verschiebung auf Freitag war jedoch nicht möglich.

Das Spiel in Melbourne ist das erste reguläre NFL-Spiel in Australien und ein wichtiger Schritt für die Expansion der Liga auf dem internationalen Parkett. Insgesamt plant die NFL für die kommende Saison neun internationale Partien in sieben Ländern auf vier Kontinenten. Auch Deutschland ist wieder vertreten: Die Detroit Lions mit ihrem deutschen Star-Receiver Amon-Ra St. Brown treten in München an.

Die Entscheidung zeigt, wie die NFL bereit ist, Traditionen zu hinterfragen, um neue Märkte zu erschließen und die globale Reichweite zu erhöhen. Dieser Schritt allein ist kein isoliertes Ereignis, sondern ein Zeichen für die wachsende Bedeutung des Footballs außerhalb der USA. Die Liga setzt verstärkt auf internationale Spiele, um neue Fans zu gewinnen und den Sport nachhaltig zu etablieren.

Die Verschiebung des Saisonstarts ist somit mehr als nur eine logistische Anpassung – sie ist ein strategisches Signal. Die NFL will sich nicht länger nur als US-amerikanische Liga sehen, sondern als globaler Player.