Rönnberg beendet titelseuche in fribourg – routiniers räumen den weg
Fribourg-Gottéron hat Geschichte geschrieben – und es hat lange gedauert. Roger Rönnberg, der Mann mit dem unerschütterlichen Blick, hat die Lange Serie der Niederlagen beendet und den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte herausgeholt. Aber das wahre Meisterstück lag nicht in der Taktik, sondern in der Demut.
Ein herz für die legenden
Direkt nach dem dramatischen Sieg in der «Belle» war Rönnberg nicht auf der Jagd nach Ruhm. Stattdessen schob er die erfahrenen Kräfte – Berra und Sprunger – in den Vordergrund. «Es geht heute Abend nicht um mich», erklärte er lakonisch gegenüber MySports. Ein Mann, der sich lieber auf die tragenden Säulen seines Teams konzentriert, als auf seine eigenen Erfolge. Ein wahrer Exemplar.

Emotionen pur – für sprunger
Besonders für Julien Sprunger, den Kapitän, waren die Worte des Trainers von Weltenwert. «Ich könnte nicht glücklicher sein. Schaut euch Julien an, er hat es so sehr verdient. Er ist ein wundervoller Typ, um ihn zu coachen. Ich bin so glücklich, bis in den tiefsten Teil meines Herzens, dass ich ein so gutes Team coachen durfte.» Ein Moment, der die ganze Emotion des Erfolgs in sich trägt. Die Wertschätzung ist spürbar.

Fairness vor euphorie
Trotz der unbeschreiblichen Freude, die die Fans empfinden, blieb Rönnberg bescheiden. Er räumte ein, dass die Belastung der vergangenen Playoffs den sofortigen Triumph noch nicht vollends verarbeiten ließ. Statt sich in Selbstgefälligkeit zu sonnen, zollte er den Bündnern den gebührenden Respekt. «Man muss verstehen, dass es eine extrem enge Serie war. Wir hatten ein paar glückliche Abpraller in vier Verlängerungen.» Ein ehrlicher Blick, der die Realität der Niederlage anerkennt. Davos und seine Fans verdanken ihm eine verdiente Anerkennung.

Ein sieg, der mehr ist
Rönnberg weiß, dass dieser Titel mehr als nur ein sportlicher Erfolg ist. Er ist ein Symbol für eine ganze Stadt, für eine ganze Region. Ein Moment, der in die Vereinsgeschichte eingehen wird. Und das, ohne sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen. Ein verdienter Sieg für Fribourg-Gottéron – und ein Beweis dafür, dass Demut und Teamgeist den entscheidenden Unterschied machen.
