Prozess gegen füchse-dieb: angeklagter schweigt vor dem berliner landgericht

Der mutmaßliche Täter des spektakulären Einbruchs in der Füchse Berlin Geschäftsstelle am Gendarmenmarkt, bei dem die Meisterschale gestohlen wurde, hat sich im Prozess vor dem Berliner Landgericht nicht vorführen lassen.

Oliver h. soll 25-mal zwischen 2023 und 2026 geschäfts- und gewerberäume in berlin heimlich betreten haben.

Oliver h. soll 25-mal zwischen 2023 und 2026 geschäfts- und gewerberäume in berlin heimlich betreten haben.

Der 42-Jährige aus Friedrichshain, der gegenüber dem Staatsanwalt als gewerbsmäßiger Dieb und Computerbetrüger beschuldigt wird, hörte am Montag dem Anklagevertreter zu, den Kopf in die Hände gestützt, das jungenhafte Gesicht freundlich und aufmerksam.

Der Prozess beginnt mit dem Klau von 145 vorläufigen Reisepässen, 34 internationalen Führerscheinen und einem Notebook im Bürgeramt Köpenick im Februar 2023. Es folgten Einbrüche in Geschäfte und Gewerberäume stadtweit.

Die Beute neben Bargeld und EC-Karten: eine 1.200-Euro-Uhr, eine Fahrzeugsimulationsbox für knapp 17.000 Euro, 37 Füller bzw. Kugelschreiber von Montblanc und Faber-Castell für 40.000 Euro, eine Flasche Champagner für 250 Euro und in einer Filmfirma eine Polizeiuniform für Dreharbeiten sowie Kamera- und Videotechnik für 6.580 Euro an der Humboldt-Universität.

Die Meisterschale, die Mathias Gidsel am 24. Juni 2025 stolz reckte, blieb monatelang verschollen. Bis sie im März 2026 bei einer Generalinventur im Keller der Füchse-Geschäftsstelle entdeckt wurde.