Olympische winterspiele 2030: deutschlands hoffnungsträger – wer setzt in frankreich akzente?
- Bob: generationenwechsel im schnellverfahren
- Alpin: emma aicher als großes talent
- Skispringen: philipp raimunds rückenwind
- Biathlon: konstanz fehlt
- Skeleton: abschiede und neue hoffnung
- Eisschnelllauf/short track: erfahrung für die zukunft
- Skilanglauf: die frauen führen
- Nordische kombination: zukunftsfrage
- Freestyle skicross: daniela maier könnte anstrebenswert sein
- Snowboard: fehlende medaillen
- Curling: das team von muskatewitz
- Eishockey: hoffnung auf junge talente
Nach den Olympischen Spielen
in Mailand bleibt ein bitter-süßer Nachgeschmack. Deutschland holte 26 Medaillen, doch viele etablierte Stars ziehen sich zurück. Die Frage für die nächsten Spiele 2030 in den französischen Alpen: Wer wird die neuen Gesichter sein?Bob: generationenwechsel im schnellverfahren
Die Ära von Johannes Lochner und Francesco Friedrich neigt sich dem Ende zu. Der 35-jährige Lochner und möglicherweise Friedrich, ebenfalls 35, beenden ihre Karriere. Doch Hoffnung keimt auf: Adam Ammour holte bereits Bronze im Vierer, gefolgt von Maximilian Illmann (27) und Laurin Zern (25). Im Damenbob könnte Laura Nolte (27) anstrebenswert sein, obwohl sie ursprünglich 2026 aufhören wollte. Silbermedaillengewinnerin Lisa Buckwitz lässt ihre Zukunft offen. Im Nachwuchs zeigen Charlotte Candrix (21) und Leona Klein (25) vielversprechende Ansätze.
Max Langenhan (27), Olympiasieger im Einzel, gilt weiterhin als Favorit im Rodeln. Felix Loch (36) kündigte an, für 2030 anzutreten. Doch Medaillengaranten wie Julia Taubitz (30), Tobias Wendl/Tobias Arlt (38/38) und Dajana Eitberger (35) werden fehlen. Merle Fräbel (22), die in Mailand eine Fehlfahrt hatte, muss sich neu formieren. Die Ex-Weltmeisterinnen Cheyenne Rosenthal (25/23) und Hannes Orlamünder (26/26) stehen im Doppelsitzer bereit.

Alpin: emma aicher als großes talent
Emma Aicher (22), zweimalige Silbermedaille, ist das größte Talent im deutschen Alpinski. Romy Ertl, Tochter der ehemaligen Weltmeisterin Martina, wird als großes Versprechen gehandelt. Auch Luisa (17), Laila Illig (19) und Jana Fritz (20) gehören zur vielversprechenden Nachwuchsgruppe. Luis Vogt (24) zeigte in Kitzbühel sein Potenzial. Felix Rösle (21) und Benno Brandis (19), Jugend-Olympiasieger 2024, gehören zum Nachwuchs.

Skispringen: philipp raimunds rückenwind
Für das Skispringen steht viel auf dem Spiel. Olympiasieger Philipp Raimund (25) trägt die größten Hoffnungen für 2030. Felix Hoffmann (28) muss sich als Weltspitzenreiter etablieren. Andreas Wellinger (30) hatte ein enttäuschendes Winter. Talentscout Martin Schmitt sieht Potenzial in Lasse Deimel (19), Yann Kullmann (17) und Arne Holz (17). Selina Freitag (24) und Agnes Reisch (26) haben noch Zeit für weitere Spiele. Katharina Schmid (29) wird aufhören. Emely Torazza (21) und Julina Kreibich (19) sammelten Weltcup-Erfahrung.
Biathlon: konstanz fehlt
Nach dem Rücktritt von Franziska Preuß (32) fehlt dem Team eine zentrale Figur. Talente wie Selina Grotian (21), Julia Tannheimer (20) und Marlene Fichtner (22) brauchen mehr Konstanz. Justus Strelow (29) ist der jüngste im Männerteam. Ein Generationswechsel ist notwendig. Leonhard Pfund (22), Junioren-Weltmeister 2024, gehört zu den vielversprechenden Athleten. Elias Seidl (21), Simon Kaiser (26) und Franz Schaser (23) sind ebenfalls im Aufwind.
Skeleton: abschiede und neue hoffnung
Christopher Grotheer (33), Doppel-Bronzemedaillengewinner, beendet seine Karriere. Axel Jungk (35) und Jacqueline Pfeifer (31) werden voraussichtlich nicht mehr dabei sein. Hannah Neise (25), Olympiasiegerin 2022, wäre im besten Alter. Susanne Kreher (27) könnte sich für eine weitere Saison entscheiden. Viktoria Hansova (21) und Viktoria Dönicke (27) sind im Nachwuchs erfolgreich. Felix Keisinger (28) und Lukas David Nydegger (23) gehören zu den besten Männern.
Eisschnelllauf/short track: erfahrung für die zukunft
Der 19-jährige Finn Sonnekalb sammelte wertvolle Olympia-Erfahrung. Gabriel Groß (22), Sophie Warmuth (23) und Maira Jasch (20) zeigten Potenzial. Minerva Hase (26) und Nikita Volodin (26) entscheiden nach der Saison über ihre Zukunft. Top-Talente in anderen Disziplinen sind derzeit nicht zu sehen.
Skilanglauf: die frauen führen
Coletta Rydzek (28), Katherine Sauerbrey (28) und Helen Hoffmann (24) führen das Frauen-Team an. Jakob Moch (20), Jugend-Olympiasieger 2024, gehört zu den Hoffnungsträgern. Friedrich Moch (25) und Jan Stölben (24) waren in Mailand im Team. Elias Keck (22) wurde U23-Weltmeister über die 20 Kilometer Freistil.
Nordische kombination: zukunftsfrage
Die Frage, ob die Nordische Kombination 2030 olympisch sein wird und ob Frauen starten dürfen, entscheidet sich in den kommenden Monaten. Nathalie Armbruster (20) und Jenny Nowak (23) wären Top-Sportlerinnen. Julian Schmid (26), Wendelin Thannheimer (26), Richard Stenzel (20), David Mach (25) und Simon Mach (23) zeigen im Weltcup gute Leistungen. Vinzenz Geiger (28) lässt seine Pläne offen.
Freestyle skicross: daniela maier könnte anstrebenswert sein
Daniela Maier (30), Olympiasiegerin im Skicross, könnte sich für einen weiteren Gold-Anlauf entscheiden. Veronika Redder (21) zeigte Potenzial. Muriel Mohr (19) ist jung genug für Slopestyle und Big Air.
Snowboard: fehlende medaillen
Das deutsche Snowboardteam blieb in Mailand ohne Medaille. Leon Ulbricht (21), Ramona Hofmeister (29), Mathilda Scheid (19) und Annika Morgan (24) sind Top-Kandidaten für 2030.
Curling: das team von muskatewitz
Das Team von Marc Muskatewitz (30) befindet sich in einer guten Form für weitere Olympische Spiele.
Eishockey: hoffnung auf junge talente
Mit Tim Stützle (24), JJ Peterka (24), Lukas Reichel (23), Moritz Seider (24) und Joshua Samanski (23) verfügt Deutschland über einen Kern junger Spieler, der 2030 unter der Führung von Leon Draisaitl (34) eine neue Ära einleiten könnte.
Die kommenden Jahre werden zeigen, welche Athleten die deutschen Farben 2030 in Frankreich repräsentieren werden. Die Suche nach neuen Helden hat begonnen.
Die Herausforderung besteht darin, junge Talente zu fördern und eine nachhaltige Sportentwicklung zu gewährleisten. Die Zukunft des deutschen Wintersports liegt in den Händen dieser Athleten – und in der strategischen Planung der Verbände.
Die nächsten Monate werden entscheidend sein, um die besten Athleten zu identifizieren und sie optimal auf die Olympischen Spiele 2030 vorzubereiten. Ein Wettlauf gegen die Zeit, in dem die nächste Generation ihre Chance ergreifen muss.
Deutschlands Winterstars stehen vor einer großen Aufgabe: Nicht nur Medaillen gewinnen, sondern auch die nächste Generation inspirieren und begeistern. Die Zeit drängt.
