Muellers scharfe kritik an große: 'tod des deutschen eisschnelllaufs'
Der ehemalige Trainer Peter Mueller hat sich in der Diskussion über Missstände in der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) mit harscher Kritik an Verbandspräsident Matthias Große zu Wort gemeldet.
Mueller: 'große ist 2020 angetreten und hat das blaue vom himmel versprochen'
Der 71-jährige Deutsch-Amerikaner, der mittlerweile in Florida lebt, beklagt, dass unter Großes Führung vieles nur noch schlimmer geworden sei. 'Große ist 2020 angetreten und hat das Blaue vom Himmel versprochen, er wolle die DESG zu alter Größe zurückführen - davon ist die DESG jetzt Lichtjahre entfernt.'

Keine aussicht auf besserung, nach mueller
Mueller vermutet, dass es Matthias Große an Fairness und Empathie fehlt. 'Dieser Mann ist de facto der Tod des deutschen Eisschnelllaufs', sagte er. Nach seiner Einschätzung besteht keine Aussicht auf Besserung, da Matthias Große und Claudia Pechstein nach seinem Eindruck immer nur das taten, was ihnen persönlich gerade gelegen kam, ohne Rücksicht auf andere.

Personalisierte kritik an pechstein
Mueller, der mittlerweile nicht mehr in deutschland lebt, erinnert daran, dass er Claudia Pechstein in ihrer Schwächephase nach dem Dopingskandal geholfen habe. 'Ich bin extra nach Berlin gekommen und habe sie in ihrem Privatteam für ihr Comeback trainiert', erklärte er. 'Dass sie und Herr Große mich später quasi links liegen gelassen haben, war für mich wie ein Schlag ins Gesicht.'

Politische druck auf desg
Die politische Drucksteinerung auf die DESG und Matthias Große steigt. Nach einer ARD-Recherche über Missstände im Verband hat Bundeskanzler Olaf Scholz nun eine Untersuchung angekündigt. Immer wieder wurden Vorwürfe zu intransparentem Handeln und finanziellen Missständen laut. Es bleibt abzuwarten, ob die Kritik und die Untersuchung zu tiefgreifenden Veränderungen in der DESG führen.
