Mathilde gremaud: goldene medaille und neue perspektiven im skisport

Mathilde Gremaud hat in Norditalien erneut die Slopestyle-Goldmedaille bei den Olympischen Spielen gewonnen. Doch hinter dem Erfolg verbirgt sich mehr als nur ein weiterer Sieg.

Mathilde gremaud über erfolg, skifahren und den blick auf unterschiede

Mathilde gremaud über erfolg, skifahren und den blick auf unterschiede

Im Interview mit der Sports Illustrated sprach die Schweizerin über ihre persönliche Entwicklung und die Bedeutung des Skisports für sie. „Der Skisport bedeutet mir fast alles – neben meiner Familie ist er das Wichtigste in meinem Leben.“ Er ermöglicht es ihr, sich selbst besser zu verstehen und immer wieder neue Grenzen zu setzen.

Lange Zeit war der Sport sowohl Leidenschaft als auch Beruf. Sie lernte, sich auch außerhalb des Wettkampfs als Mensch zu entdecken. „Ich finde es wichtig zu wissen, wer man ohne den Sport ist. Er prägt mich stark, aber alles, was ich durch ihn gelernt habe, wird mir bleiben.“

Die Sicht auf Erfolg hat sich für Gremaud gewandelt. Früher träumte sie erst von Gold, später stellte sie sich Olympia als Ziel. Heute bedeuten Siege nicht alles. „Erfolg bedeutet für mich heute nicht nur Siege, sondern auch die vielen kleinen, persönlichen Erfolge im Alltag.“ Diese kleinen Triumphe sind für sie ebenso wichtig wie die Medaille.

Gremaud warnt vor Vergleichen zwischen Frauen und Männern im Sport. „Frauen im Sport sollten aufhören, ständig mit Männern verglichen zu werden.“ Sie betont, dass Frauen und Männer unterschiedlich sind und daher getrennte Kategorien notwendig sind. Viele Disziplinen seien für Frauen ein eigener Sport mit eigenen Herausforderungen.

Trotzdem sieht sie eine positive Entwicklung. Gremauds Worte sind ein Appell für mehr Wertschätzung und Anerkennung im Frauensport – nicht durch Vergleiche, sondern durch die Anerkennung seiner spezifischen Stärken und Geschichten.

Die Schweizerin hat einmal mehr bewiesen, dass mehr als nur eine Medaille zählt.