Leverkusen setzt auf risiko: champions-league-chance könnte bundesliga-ambitionen opfern

Bayer Leverkusen steht vor einer Zitterpartie. Während die Werkself in der Champions League eine überraschende 1:1-Unentschieden gegen Arsenal erreichte, droht eine englische Woche mit zwei weiteren wichtigen Spielen – zuerst gegen Bayern München, dann das Rückspiel in London. Trainer Asger Hjulmand könnte nun eine gewagte Entscheidung treffen: Mit aller Macht auf die Königsklasse setzen.

Die Partie gegen Arsenal in London ist entscheidend. Nach einer beeindruckenden Leistung im Hinspiel, in dem Leverkusen den Favoriten neutralisierte, hat sich die Tür zum Viertelfinale geöffnet. Doch der Preis dafür könnte ein verzicht auf die Bundesliga-ambitionen sein.

Leverkusen setzt alles auf die champions league

Leverkusen setzt alles auf die champions league

Die Konsequenz ist klar: Leverkusen wird versuchen, Kräfte für die Champions League zu sparen. Eine hohe Rotationsbereitschaft im Spiel gegen Bayern München ist zu erwarten. Die Verantwortlichen haben stets betont, dass die Qualifikation für die Champions League und ein Platz unter den ersten Vier in der Bundesliga Priorität haben. Doch die Chance, die sich nun bietet, könnte einmalig sein.

Die Auslosung im Viertelfinale verspricht interessante Gegner – potenziell Bodö/Glimt oder Sporting Lissabon. Ein Halbfinale gegen FC Barcelona oder Atlético Madrid wäre ebenfalls denkbar. Die anderen europäischen Schwergewichte – Bayern München, Real Madrid, Manchester City, FC Liverpool und Paris Saint-Germain – sind im anderen Teilnehmerfeld angesiedelt. Eine Konstellation, die die Saison für Leverkusen plötzlich in ein neues Licht rücken könnte.

Alejandro Grimaldo hatte zuletzt nach dem 3:3-Unentschieden gegen Freiburg kritisiert, dass die Rotation zu groß war. Hjulmand muss nun entscheiden, wie er seine Schlüsselspieler wie Aleix García, Ibrahim Maza und Christian Kofane fit für das Rückspiel gegen Arsenal hält. Selbst in Bestbesetzung wird es schwer, gegen Bayern München zu punkten. Sollte Leverkusen am Ende nicht die ersten vier Plätze belegen, wird es wohl nicht an den direkten Duellen mit dem Rekordmeister liegen.

Der Fokus muss nun ganz klar auf Dienstag liegen. Erst ausruhen, dann das Wunder in London versuchen und von einem Halbfinaleinzug träumen. Ein perfekter Auftritt in der englischen Hauptstadt könnte die Saison komplett neu entzünden. Die Werkself hat eine Chance, die sie nicht verpassen darf.