Legende geht: julien sprunger beendet karriere nach 23 jahren!
Fribourg – Eine Ära geht zu Ende: Julien Sprunger, das Urgestein des HC Fribourg-Gotteron, tritt nach unglaublichen 23 Jahren im Profibereich zurück. Ein Abschied, der nicht nur die Fans der Dragons, sondern die gesamte Schweizer Eishockey-Szene bewegt. Sprunger, der am 30. April 1983 geboren wurde, hinterlässt eine Lücke, die kaum zu füllen sein wird.
Vom teenager-talent zum clubidol
Seine National-League-Karriere begann er bereits mit nur 16 Jahren am 27. September 2002 gegen den HC Davos. Anfangs spielte er zwar noch in der Schattenrolle von Legenden wie Mario Rottaris und Antoine Descloux, doch sein Durchbruch ließ nicht lange auf sich warten. Nach einer Leihzeit bei den Düdingen Bulls etablierte er sich schnell im Kader der Dragons und wurde zum Publikumsliebling.
Seine beeindruckende Bilanz spricht für sich: 1186 Spiele in der National League, 828 Punkte, 414 Tore und 414 Assists – Zahlen, die ihn zu einem der grössten Spieler der Liga machen. Er ist damit auf dem vierten Platz der All-Time-Rangliste der National League.

Die nhl-träume und die schwere verletzung
Der Traum von der NHL schien in greifbare Nähe zu rücken, ein Vertrag bei den New York Rangers lag bereits in der Pipeline. Doch dann der Schock: Bei der Heim-WM 2010 erlitt Sprunger eine schwere Rückenverletzung, die seine Karriere zunächst gefährdete. Eine Bandscheibenoperation und ein langer Genesungsprozess standen bevor. Doch Sprunger kämpfte sich zurück – ein Beweis für seinen unbändigen Willen und seine Leidenschaft für den Eishockey-Sport.

Mehr als nur ein spieler: eine identifikationsfigur
Julien Sprunger war stets mehr als nur ein Spieler auf dem Eis. Er wurde zur Identifikationsfigur für die Fans des HCFG und für die gesamte Region. Seine Loyalität, seine Werte und seine Bodenständigkeit machten ihn zu einem Vorbild für viele junge Spieler. Er trug nicht nur das “A” auf der Brust, sondern verkörperte den Geist des Clubs.
Seine Rückennummer 86 wird nun unter der Dach der BCF-Arena hängen – ein würdiger Abschied für eine Legende. Die Fans werden ihn vermissen, aber seine Leistungen und seine Erinnerungen werden für immer in den Herzen der Dragons-Anhänger weiterleben.
Auch ehemalige Rivalen wie Gaetan Haas würdigten Sprungers Karriere: “Ich habe immer grossen Respekt vor ihm gehabt. Er hat etwas bewirkt, das weit über das Eishockey hinausgeht.”

Ein letzter tanz mit dem spengler cup
Der krönende Abschluss seiner Karriere folgte am 31. Dezember 2024, als er mit dem HCFG den Spengler Cup gewann – ein Titel, der ihm nach so vielen Jahren langem Einsatz mehr als verdient war. Ein Moment, der für immer in die Eishockey-Geschichte eingehen wird.
Sprungers Karriere ist eine Geschichte von Hingabe, Kampfgeist und unerschütterlicher Loyalität. Er hat das Schweizer Eishockey geprägt wie kaum ein anderer.
Und so verabschieden wir uns von einem Ausnahmespieler, einem Vorbild und einer Legende: Merci, Monsieur Gotteron!
