Kane-england: tuchels experimente scheitern – wm-gruppe droht
England verabschiedet sich von Niklas Fagner, doch die Euphorie im Inselstaat ist verhalten. Trainer Thomas Tuchels Mannschaft siegte zwar dank Harry Kanes Tor gegen Neuseeland, aber die drei Lions liefern eine enttäuschende Vorstellung ab. Die BBC war schonungslos: „Ein Trainingsspiel – jetzt geht es ernst.“
Tuchels rotation: ein balanceakt ohne erfolg?
Tuchel, der bereits vor dem Turnier mit elf verschiedenen Spielern beider Halbzeiten experimentieren wollte, scheiterte kläglich. Die Mannschaft wurde durch ständige Wechseln und abweichende Spielmuster destabilisiert. Es herrschte „zu viel Freestyle“, wie der deutsche Trainer selbst kritisch bemerkte. Die ständigen Änderungen im Aufstellungsplan und die Abweichung von den etablierten Spielsystemen frustrierten nicht nur Tuchel, sondern auch die englische Fußballgemeinde.
„Die Experimente müssen hier und jetzt ein Ende finden“, so die BBC. Die bevorstehende WM in den USA, Mexiko und Kanada stellt die Three Lions vor eine enorme Herausforderung. Die Gruppe gegen Kroatien, Ghana und Panama verspricht kein leichtes Unterfangen.

Kanes leistung: ein lichtblick
Trotz der insgesamt enttäuschenden Leistung glänzte Harry Kane. Der Stürmer erzielte sein 79. Tor für England und beweist damit einmal mehr seine Klasse. „England ist das Harry Kane-Team“, titelte The Telegraph unumwunden. Kane ist zweifellos der Schlüssel zum Erfolg der Mannschaft, aber auch er kann die Probleme der taktischen Ausrichtung nicht alleine lösen.
Die WM-Gruppe für England ist hart. Die Generalprobe gegen Costa Rica am Mittwoch wird entscheidend sein. Die Aufgabe ist gewaltig, und die Three Lions müssen sich schnell auf die Ernsthaftigkeit des Turniers einstellen. Tuchel muss dringend die Balance zwischen Experimenten und Leistungsorientierung finden, sonst droht für England eine enttäuschende WM.
