Hertha-frauen starten im abstiegskampf – görlich: "wir spielen eine erfolgreiche saison"

Peter Görlich, der Geschäftsführer von Hertha BSC, ist sich seiner Verantwortung bewusst: Die Doppelspielklasse mit den Frauen ist ein Zeichen für den gesamten Verein. Und das ist auch gut so. Die Euphorie nach dem Aufstieg in die Zweite Liga ist verständlich, doch die Realität ist ein harter Kampf um den Klassenerhalt.

Die frauen – mehr als nur eine kopie des herrenfußballs

Görlich betont eindringlich: Hertha darf die Frauenabteilung nicht einfach als eine Miniaturversion der Männer kopieren. „Wir müssen uns messen, nicht nur mitspielen“, so der Manager. „Die Anforderungen sind anders, die Spielerinnen haben andere Bedürfnisse.“ Ein Fokus auf individuelle Förderung und ein starkes Teamgefüge sind dabei entscheidend.

Die Frauen müssen sich nicht verstecken. Sie dürfen mit den etablierten Vereinen mithalten. Das ist das Ziel. Und die Basis dafür ist ein professionelles Umfeld – sowohl sportlich als auch infrastrukturell. Hier gibt es noch viel zu tun, aber Görlich ist zuversichtlich: „Wir glauben, dass wir eine erfolgreiche Zweitliga-Saison spielen werden.“

Union berlin als vorbild?

Union berlin als vorbild?

Görlich nennt Union Berlin als Vorbild. „Sie machen das richtig gut“, räumt er ein. „Das ist ein klares Commitment, mit sicherlich auch aktuell anderen Rahmenbedingungen. Was können wir davon auf uns übertragen? Einerseits eine klare Umgebung zu schaffen und dieses Thema nicht nur irgendwie mitführen. Auch wir wollen es bewusst mitführen und im Kontext unserer Möglichkeiten positionieren. Nicht als Kopie des Herrenfußballs, sondern als eigenständiger Bereich innerhalb von Hertha BSC.“

Die zahlen sprechen für sich

Die zahlen sprechen für sich

Die Hertha-Frauen haben sich in dieser Saison mit beeindruckender Konstanz gegen die Konkurrenz behauptet. Doch der Kampf um die Punkte wird auch in der kommenden Saison hart sein. Die Liga ist ausgeglichen, die Gegner stark. Görlich weiß: „Es wird keine Selbstverständlichkeit, dass wir in der nächsten Saison auch mal wieder in den Top drei stehen.“

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Zusammenhalt und der Professionalität. Die Spielerinnen, die Trainer und das gesamte Team haben sich voll und ganz auf diese Herausforderung eingelassen. Und das ist ein gutes Zeichen für die Zukunft des Frauenfußballs bei Hertha BSC.