Franco Baresi: Emotionale Fackelübergabe im San Siro kurz vor seinem Tod
Vor sechs Monaten trug die verstorbene italienische Fußballlegende Franco Baresi noch die olympische Fackel durch das San-Siro-Stadion. Der bewegende Moment, der damals kaum Beachtung fand, gerät nun im Nachhinein in den Fokus.
Letzter Auftritt des FC-Legenden
Am 6. Februar 2026 übergab Baresi, begleitet von Giuseppe Bergomi, die Fackel im ehrwürdigen San Siro. Baresi litt bereits damals an einer schweren Lungenkrankheit, die der Öffentlichkeit jedoch nicht bekannt war.

Zweifel und Ehre
Er überlegte, die Anfrage des italienischen Olympia-Komitees CONI abzulehnen, da er sich aufgrund seines Gesundheitszustandes nicht in guter Form befand. Wie er später der Repubblica berichtete: „Sind Sie sicher? Ich bin wirklich nicht besonders gut in Form.“ Ihm wurde jedoch versichert, dass er „nicht sehr weit gehen“ müsse. Baresi bezeichnete den Auftritt als „den emotionalsten Moment seines Sportlerlebens.“

Bergomi unterstützte den FC-Legenden
Auch Giuseppe Bergomi, Baresis Weggefährte und Mannschaftskollege, war tief berührt. Er unterstützte Baresi während der Fackelübergabe und versicherte ihm, dass er seinen Wunsch erfüllen würde. „Es war wunderschön, sehr emotional, einfach unglaublich“, sagte Bergomi nach Baresis Tod. Baresi selbst äußerte sich zurückhaltend: „Ach, das ist eine schöne Sache.“
Symbolkraft des Moments
Baresi betonte, dass die Fackel „die Geschichte des Sports in sich trägt, auf gewisse Weise auch die der menschlichen Zivilisation“ repräsentiert. Der Moment wurde als ein kraftvolles Symbol wahrgenommen.
