Erster berliner bei paralympics: leopold reimann schreibt geschichte

Leopold Reimann ist der erste Berliner, der an Paralympischen Winterspielen startet. Dafür stieg er vom Kanu aufs Eis um - und kämpft in den Hallen der Hauptstadt auch mit einigen Herausforderungen.

Para-eishockey: eine hochkomplexe sportart

Para-eishockey: eine hochkomplexe sportart

Anders als beim Eishockey der 'Fußgänger', wie es im Parajargon heißt, kommt die Kraft nicht aus den Beinen, sondern aus dem Oberkörper. 'Die Kraft kommt vor allem aus der Körpermitte. Eine starke Rumpf- und Latmuskulatur ist entscheidend, dazu dürfen auch Arme und Rücken nicht schwach sein', sagt Reimann.

In ihrer Kindheit probierten sie verschiedene Sportarten aus, landeten zunächst auf dem Wasser - und schließlich auf dem Eis. Reimann begann 2014 mit dem Pararudern und wechselte erst vor drei Jahren die Sportart. Brelage spielt seit seinem siebten Lebensjahr Kanupolo, bevor er 2020 zum Eishockey kam.

'Durch das Kanupolo hatte ich die Rumpfmuskulatur schon - ähnlich wie Leo [Reimann, Anm. d. Red.] - und konnte im Eishockey superschnell Fuß fassen', erinnert sich Brelage.

Die Sportler sitzen in einem Schlitten, unter dem die Kufen montiert sind. In jeder Hand halten sie einen Schläger - etwa halb so groß wie ein normaler Eishockeyschläger. An der Rückseite sitzen Spikes, mit denen sie sich übers Eis abstoßen. Die Regeln ähneln dem Fußgänger-Eishockey: Gespielt wird mit fünf Feldspielern und einem Torhüter pro Team in drei Dritteln à 15 Minuten. Auch körperlich geht es ordentlich zur Sache, Bodychecks sind auch hier erlaubt.

Das Gesamtpaket ist entscheidend. 'Das Wichtige beim Eishockey ist der Kopf - Ruhe bewahren, im richtigen Moment den Pass spielen und dieses taktische Verständnis für den superschnellen Sport entwickeln', sagt Brelage.