Elisa Longo Borghini kritisiert Medien nach Spannungen im UAE-Team bei der Tour de France Femmes
Das Team UAE-L'Imad nahm an der Tour de France Femmes 2026 mit einer starken Mannschaft an den Start, angeführt von Elisa Longo Borghini (zweifache Giro-d'Italia-Siegerin) und Paula Blasi (Siegerin der Vuelta 2026). Während der ersten Teilstücke gab es Berichte über mögliche Spannungen innerhalb der Konstellation. Nach dem Zeitfahren im Rahmen der 4. Etappe nach Dijon äußerte sich Longo Borghini kritisch gegenüber der Medienberichterstattung. "Ich will dazu nur sagen, dass ihr das so groß aufblast - größer als es ist", sagte sie einer englischen Journalistin, die Antworten wurden von "RSN" zitiert. "Manchmal solltet ihr vielleicht auch bedenken, dass wir Menschen sind und es nicht schön ist, durch Instagram zu scrollen und all diese dummen Artikel zu lesen, die ihr schreibt und in denen ihr sagt, dass wir keine gute Atmosphäre hätten und uns darstellt, als seien wir ein Scheißteam."
Blasi betont Teamstärke trotz Kritik
Auch nach dem Zeitfahren war die Doppelspitze intakt, Blasi trug seit dem Auftakt in Lausanne das Weiße Trikot als beste Nachwuchsfahrerin. "Das Team wollte das stärkste Team herbringen und dann ist das normalerweise, was man bekommt, wenn man so viele starke Fahrerinnen hat", sagte Blasi nach dem Zeitfahren. "Aber egal, ob ich Helferin oder Leaderin bin, ich kann mir sicher sein, dass ich ein starkes Team um mich habe. Also, ja, wir werden sehen, was die nächsten Tage bringen."

Vollering gewinnt, Longo Borghini verletzt
Die 5. Etappe brachte eine überraschende Wendung. Longo Borghini und Blasi konnten beide frühzeitig dem Tempo der anderen Favoritinnen nicht mehr folgen. Sie verloren 1:43 (Longo Borghini) beziehungsweise 2:27 Minuten auf Etappensiegerin Demi Vollering (FDJ United - Suez). Dominika Wlodarczyk vom Team UAE bei der Tour de Femmes 2026 Fotocredit: Getty Images Am besten aus dem Team steht nun Dominika Wlodarczyk da. Die Vorjahresvierte ist in der Gesamtwertung nun Fünfte und mit 2:54 Minuten Rückstand auf Marlen Reusser vier Sekunden vor ihrer italienischen Teamkollegin.

Longos Worten: "Persönlich bin verletzt von euch Journalisten"
Für Longo Borghini ging es in ihrer Wutrede weniger um Ergebnisse, als vielmehr um die Menschlichkeit: "Das tut uns weh", sagte sie. "Ich persönlich bin verletzt von euch Journalisten. Und ich denke, dass ihr auch an Blasi denken solltet, wie sie sich fühlt. Denn sie kommt sicher nicht glücklich an den Esstisch, im Wissen, dass solche Artikel die Runde machen. Also passt manchmal auch auf die Personen auf!"
