Dsv-stars kratzen an der weltspitze: kann gratz endlich jubeln?

Lillehammer – Die Luft knistert vor Spannung im Ski Alpin-Weltcup. Während Fabian Gratz erneut knapp am Podest kratzte, demonstrieren Jonas Stockinger und Anton Grammel, dass eine neue Generation deutscher Skirennfahrer auf dem Vormarsch ist. Können sie die lange Durststrecke beenden?

Gratz’ unbändige schnelligkeit – und die bittere konstanz

Fabian Gratz, dessen Name schon immer für Geschwindigkeit stand, muss sich derzeit mit Platzierungen begnügen, die seine Klasse nicht widerspiegeln. Die Enttäuschung nach dem Rennen im Weltcupfinale in Lillehammer stand ihm ins Gesicht geschrieben. Ein großartiger erster Lauf, ein überraschender Kurs im Finale – und wieder verpufft der Traum vom Treppchen. Es ist eine Geschichte, die sich in dieser Saison schon mehrfach wiederholt hat.

Die renaissance des dsv-teams: stockinger und grammel als vorbilder

Die renaissance des dsv-teams: stockinger und grammel als vorbilder

Doch Gratz ist nicht allein. Die Leistungen von Jonas Stockinger und Anton Grammel zeigen, dass der Deutsche Skiverband eine Renaissance erlebt. Stockinger, der trotz chronischer Rückenprobleme einen bemerkenswerten elften Platz belegte, und Grammel, der mit seinem ersten Top-Sieben-Ergebnis die Saison krönte, sind der Beweis dafür, dass Durchhaltevermögen und harter Einsatz sich auszahlen. Die beiden einst aussortierten Rennfahrer investierten jahrelang eigene Mittel in ihr Training, bevor der DSV sie wieder in den Kader aufnahm.

Ein teufelskreis durchbrochen: die neue mentalität

Ein teufelskreis durchbrochen: die neue mentalität

Was diese jungen Skirennfahrer auszeichnet, ist eine neue Mentalität. Sie pushen sich gegenseitig, sind bereit, Risiken einzugehen und geben niemals auf. Gratz selbst spricht von einer gegenseitigen Motivation, die den gesamten DSV-Kader voranbringt. „Wir haben alle einen Schritt gemacht, den wir früher erwartet hätten“, so der 28-Jährige.

Die wartezeit endet bald: ein podestplatz für deutschland?

Die wartezeit endet bald: ein podestplatz für deutschland?

Seit Alexander Schmid im Dezember 2021 in Alta Badia als Dritter jubeln konnte, fiebern die deutschen Fans einem Podestplatz entgegen. Die Zeichen stehen gut, dass diese Wartezeit bald ein Ende hat. Mit Gratz, Stockinger und Grammel haben wir ein starkes Trio, das die Weltspitze herausfordern kann. Und die Zahlen sprechen für sich: Der Aufschwung im deutschen Ski Alpin ist unübersehbar.

Die Saison neigt sich dem Ende zu, aber die Hoffnung auf ein deutsches Ass im Schnee ist größer denn je. Die Frage ist nicht, ob, sondern wann einer der DSV-Stars endlich das rote Zahlzeichen auf dem Podest feiern kann.