Cottbus stolpert: aachen demoliert lausitzer aufstiegsträume!
Alemannia aachen hat Energie Cottbus am Samstag eine bittere Lektion erteilt und den Aufstiegsfavoriten mit 4:1 im Tivoli demontiert. Für die Cottbuser ist es die erste Niederlage im Jahr 2026, ein Rückschlag, der ihre Ambitionen im Aufstiegsrennen erheblich beschädigt.

Wollitz' frustration: standards und restverteidigung scheitern
Trainer Claus-Dieter Wollitz war sichtlich angefressen. Bereits zur Halbzeit hatte er auf Probleme bei Standardsituationen und der Restverteidigung hingewiesen – eine Kritik, die sich im zweiten Durchgang in schmerzhafter Deutlichkeit bestätigte. Die Aachener Servicespieler waren einfach besser als ihre Pendant, wie Wollitz nach dem Spiel bedauernd feststellte.
Die Cottbuser hatten zwar durch Faton Ademis Tor in der 54. Minute kurzzeitig ausgeglichen, doch die Führung war nur von kurzer Dauer. Die Gegentreffer eins und drei fielen nach Ecken, während die Tore zwei und vier aus blitzschnellen Umschaltsituationen resultierten. „Selten dämlich“, nannte Wollitz die Abwehrarbeit, die ihm den entscheidenden Punkt zum Sieg verwehrte.
Topscorer Cigerci vergab mit mehreren Hochkarätern die Chance, seine Mannschaft frühzeitig in Führung zu bringen. Ein Pfostenschuss, eine vergebene Chance aus kurzer Distanz und ein Volley, der an Keeper Riemann scheiterte, zeigten, dass auch die Offensive an diesem Tag nicht ihren gewohnten Leistungen standhielt. Die Aachener, die in ihren letzten sechs Spielen fünfmal gewonnen haben, nutzten die Fehler der Cottbuser eiskalt aus.
Dominik Pelivan bemängelte zudem, dass seine Mannschaft bei den zweiten Bällen den Schneid abkauft und dadurch immer wieder Konter zuließ. „In der Endphase wollen wir nicht 1:4 verlieren, das ist zu hoch“, so der Mittelfeldspieler, der die hohe Niederlage, die sich negativ auf die Tordifferenz auswirken könnte, besonders ärgerlich fand.
Wollitz betonte, dass seine Mannschaft trotz der Niederlage noch „dick im Geschäft“ sei und eine „Außenseiterchance“ in der Spitzengruppe habe. <Doch die Wahrheit ist: Die Niederlage in Aachen hat die Verfolger näher gerückt. Ein Sieg am kommenden Samstag gegen den Dritten aus Ulm könnte den Cottbusern den Aufstiegstraum weiter erschweren.
Die Cottbuser haben nun acht Tage Zeit, um die Dernier zu verarbeiten und sich auf die anstehende Aufgabe vorzubereiten. Es bleibt abzuwarten, ob sie die notwendige Stabilität und Entschlossenheit finden können, um im Aufstiegsrennen wieder anzugreifen.
