Afrikanischer fußballverband kickt senegal aus der meisterschaft – titelverlust durch platzverweis

Riesensensation im afrikanischen Fußball: Der Verband für Fußball in Afrika (CAF) hat Senegal nachträglich den Titel des Afrikas-Cups 2025 aberkannt. Die Entscheidung fällt zwei Monate nach dem umstrittenen Finale in Rabat und ist eine bittere Pilgerreise für den Titelverteidiger.

Senegal verliert titel am grünen tisch – marokko wird afrikameister

Senegal verliert titel am grünen tisch – marokko wird afrikameister

Nach dem chaotischen Finale gegen Marokko, das kurz vor dem Abbruch stand, wertet die CAF die Partie nun als 0:3-Sieg für den Gastgeber. Die Entscheidung basiert auf dem Verhalten der senegalesischen Spieler, die sich nach einem strittigen Elfmeterpfiff für Marokko protestierend vom Platz entfernten. Das Verhalten stellt einen Verstoß gegen die Regeln der CAF dar.

Das Finale in Rabat war von Unruhen geprägt. Trotz der Anwesenheit von Sicherheitskräften drohte ein Platzsturm der senegalesischen Fans. Der marokkanische Verband hatte unmittelbar nach dem Spiel rechtliche Schritte gegen die CAF und die FIFA angekündigt, und auch FIFA-Präsident Gianni Infantino sprach von „inakzeptablen“ Szenen.

Der Titelverlust ist ein herber Schlag für Senegal, der sich 2022 erst seinen ersten Afrikas-Cup-Titel sichern konnte. Der Triumph von 2025, bei dem Stars wie Nicolas Jackson und Sadio Mané glänzten, verflog nun. Für Marokko ist es der erste Titel seit 1976. Eine Ära des afrikanischen Fußballs erlebt einen dramatischen Wandel.

Die CAF begründete die Entscheidung mit Artikel 84 ihres Regelwerks. Das Verhalten der Spieler vor dem Elfmeterpfiff und der daraus resultierende Spielabbruch wurden als schwerwiegender Regelverstoß gewertet. Die FIFA hat die Entscheidung der CAF bisher nicht kommentiert, doch es ist zu erwarten, dass sie in Kürze Stellung nehmen wird.

Diese Entscheidung wirft Fragen auf über die zukünftige Struktur und Durchsetzung von Regeln im afrikanischen Fußball. Eine Sache ist sicher: Der Afrikas-Cup 2025 wird in die Geschichte eingehen – nicht für sportliche Höhepunkte, sondern für einen der größten Skandale der jüngeren Vergangenheit.