Rassistische beschimpfungen in barcelona: fußball-testspiel überschattet

In barcelona eskalierte ein Testspiel der spanischen Fußballnationalmannschaft gegen Ägypten zu einem Schandfleck: Antimuslimische Rufe und Pfiffe während der Hymne sorgten für Empörung und eine öffentliche Anprangerung.

Rassistische parolen und proteste nach spanien-test

Rassistische parolen und proteste nach spanien-test

Während des WM-Testspiels zwischen Spanien und Ägypten in barcelona kam es zu einer Reihe von Vorfällen, die die Fußballwelt in Aufruhr versetzten. Teile der Zuschauer beschworen rassistische und antimuslimische Parolen, während die ägyptische Hymne ausgebuht wurde. Die Zwischenfälle, die sich im Stadion des RCD Espanyol ereigneten, lösten scharfe Kritik von Spielern, Trainern und Politikern aus.

Die beschworenen Parolen, darunter der wiederholte Ruf „Bote, bote, bote musulman el que no bote“ (Übersetzung: „Spring, Spring, Spring, wer nicht springt, ist ein Muslim“), wurden von den Medien und dem spanischen Fußballverband scharf verurteilt. Die Ägyptische Nationalmannschaft selbst reagierte distanziert und konzentrierte sich auf das Spielgeschehen.

Trainer Luis de la Fuente sprach von „totaler und absoluter Abscheu“ und betonte, dass der Fußball von „Störern“ als Bühne missbraucht werde. Er forderte eine konsequente Identifizierung und Ausschließung solcher Personen.

Der spanische Sportminister Berni Alvarez kritisierte verspätete Maßnahmen zur Umsetzung von Gesetzen gegen Gewalt im Sport. Er hatte die Verantwortlichen des RFEF und des katalanischen Fußballverbands aufgefordert, die Protokolle umzusetzen, drohte aber mit Rücktritt, falls dies nicht geschah.

Das Spiel, das aufgrund des Krieges im Nahen Osten von Katar nach barcelona verlegt worden war, diente als Vorbereitung auf die bevorstehende Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada. Spanien trifft in der Gruppenphase auf Uruguay, Saudi-Arabien und Kap Verde, während Ägypten mit Belgien, Iran und Neuseeland in der Gruppe G zu kämpfen hat. Die Weltmeisterschaft beginnt am 11. Juni.

Der Präsident des spanischen Fußballverbandes, Rafael Louzan, betonte die Verurteilung solcher Vorfälle und verwies auf die sichtbare Mahnung auf den Videoleinwänden im Stadion. Die große Mehrheit der Zuschauer pfiff die Störer aus.

Die Vorfälle werfen ein düsteres Licht auf die Herausforderungen im Fußball, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu bekämpfen – und zeigen, dass die Verantwortlichen noch viel Arbeit vor sich haben.