Nhl-trade-deadline 2026: wenige überraschungen

Die Trade Deadline 2026 in der NHL sorgte für kaum Überraschungen. Nur wenige prominente Transfers gingen über die Bühne.

Neuer rahmentarifvertrag beeinflusst transfermarkt

Neuer rahmentarifvertrag beeinflusst transfermarkt

Der neue Rahmentarifvertrag zwischen der NHL und der Spielergewerkschaft NHLPA beginnt erst am 15. September 2026 zu laufen, wirft aber seine Schatten mehr als nur voraus.

Denn in einigen Teilen beschlossen die Liga-Bosse sowie die Spielerseite schon im vergangenen Sommer Veränderungen, die prompt große Auswirkungen auf das Transferverhalten der 32 Klubs hatten.

Zum einen gibt es in den kommenden Playoffs erstmals einen abgewandelten Salary Cap auch während der K.-o.-Runde. Heißt: Zwar können die Klubs nach Ende der Hauptrunde wie bisher im Kader Spieler führen, deren Gehälter dafür sorgen, dass die Obergrenze eigentlich überschritten würde.

Der Spieltagskader von 20 Akteuren allerdings muss nun innerhalb der Grenze liegen.

Die Zeiten, in denen Teams wie beispielsweise die Florida Panthers in den Playoffs 2025 mit einem Kader antraten, der deutlich über dem Cap der Hauptrunde lag, weil bis dahin verletzte Spieler in den Playoffs zurückkehrten, sind daher vorbei.

Was natürlich kaufwilligen Klubs vor der Deadline grundsätzlich finanzielle Flexibilität nahm.

Keine Mehrfachübernahmen an Gehalt mehr möglich

Die Folge: Drei- oder Mehr-Wege-Transfers kamen 2026 überhaupt nicht mehr vor.

Weil es auch noch zwar viele Anbieter von Spielern gab, aber nur wenige ambitionierte Abnehmer, die den Mut hatten, die hohen Preisforderungen zu erfüllen, enwickelten sich nur wenig größere Transfers.

Colorado holte Nazem Kadri (35) aus Calgary zurück, die New York Islanders verpflichteten Brayden Schenn (34) aus St. Louis.

Die Detroit Red Wings mit Justin Faulk (33; ebenfalls St. Louis) und Anaheim Ducks mit John Carlson (36) holten prominente, wenngleich ebenfalls bereits ein wenig in die Jahre gekommene Verteidiger.

Enges Playoff-Rennen im Osten als Hemmnis

Und so hat die Deadline 2026 auch nur wenige echte Gewinner.

Die Avalanche mit den Verpflichtungen der Center Kadri und Nicolas Roy gehört sicherlich dazu, zumal auch Spieler wie Brett Kulak und Nick Blankenburg die Kadertiefe noch einmal erhöhten.

Ähnliches gilt auch für die Minnesota Wild, die bereits früher in der Saison mit dem Blockbuster von Quinn Hughes aus Vancouver für den spektakulärsten Deal des Jahres gesorgt hatte.

Und die Edmonton Oilers? Machten zwar mit Connor Murphy, Jason Dickinson und Colton Dach auf dem Papier ihre Hausaufgaben, doch wie schon so häufig in den vergangenen Jahren fragte man sich, ob angesichts der abgebebenen hohen Draftrechte nicht noch ein wenig mehr möglich gewesen wäre als das Trio, das jeweils aus Chicago kam.