China-gp: hadjar-unsportlichkeit – wolff schockiert über verhalten des red-bull-piloten
Shanghai – Die Diskussionen um den Formel-1-Sprint beim China-Grand-Prix drehen sich nicht nur um die Rennergebnisse, sondern auch um ein fragwürdiges Verhalten abseits der Strecke. Isack Hadjar, Pilot von Red Bull, verweigerte Andrea Kimi Antonelli nach einer Kollision demonstrativ einen Handschlag, was heftige Kritik von Mercedes-Teamchef Toto Wolff nach sich zog. Das Verhalten des jungen Franzosen wird von vielen als unsportlich gebrandmarkt.
Die eskalation nach dem sprintrennen
Die Szene ereignete sich unmittelbar nach dem Sprintrennen in Shanghai. Antonelli, der sich nach einer Kollision in der ersten Runde entschuldigen wollte, wurde von Hadjar mit einer Handbewegung abgewiesen. Ein Vorgang, der die Gemüter erhitzt und Toto Wolff sichtlich schockiert hat. „Das kann es nicht sein“, kommentierte der Mercedes-Teamchef bei Sky und unterstrich die Erwartung an professionelles Verhalten innerhalb der Formel 1.
Ralf Schumacher, ehemaliger Rennfahrer und Experte, zeigte zwar Verständnis für Hadjars Frustration, betonte jedoch, dass ein solches Verhalten unüblich sei. „Er ist ein Heißsporn, jemand, der absolut fokussiert ist und alles gibt für den Sport“, erklärte Schumacher. „Man sollte nicht direkt urteilen. So eine Reaktion kann auch mal sein. Er wird auch dazulernen, und vielleicht hätte er es in fünf Jahren anders gemacht.“

Die ursache des ärgers: eine kollision in kurve 6
Der Hintergrund für Hadjars Reaktion liegt in einer Kollision in der ersten Runde des Sprintrennens. Antonelli verlor nach einem suboptimalen Start einige Positionen und kam in Kurve 6 innen neben Hadjar zu weit nach außen. Der Kontakt zwang den Franzosen, die Ideallinie zu verlassen. Wolff räumte ein, dass Antonelli die Schuld an dem Vorfall trug und eine Strafe nachvollziehen konnte, obwohl er die zehn Sekunden Verzugsstraf als „relativ harsch“ empfand. „Aber am Ende des Tages hat es auch dem Hadjar die Position gekostet, oder das Rennen.“
Der Red-Bull-Pilot äußerte sich frustriert über den Vorfall. „Alles lief im ersten Sektor nach Plan, und dann hat sich Kimi komplett verbremst und wir hatten für den Rest des Rennens einen Schaden“, klagte Hadjar. Der Schaden am RB22 beeinträchtigte seine Leistung erheblich und verhinderte ein Duell mit Teamkollege Max Verstappen. „Ich war das langsamere Auto, hatte Schaden und musste mich die ganze Zeit gegen schnellere Autos verteidigen. Das war wirklich ätzend.“
Hadjar zeigte wenig Verständnis für Antonellis Fahrweise und äußerte gegenüber Canal+: „Ich verstehe nicht, warum er so überdreht ist, wenn er doch eine Rakete unter dem Hintern hat und sich sowieso wieder nach vorne gekämpft hätte.“ Die Reaktion des jungen Franzosen wirft ein Schlaglicht auf die emotionale Intensität im Formel-1-Sport und die Herausforderungen, mit denen junge Fahrer in der Öffentlichkeit konfrontiert sind. Die Szene zeigt, dass nicht nur die Leistung auf der Strecke zählt, sondern auch das Verhalten abseits der Rennstrecke einen erheblichen Einfluss auf das Image eines Athleten hat.
