allgemein

Streit um abgesagtes USA-Spiel in Spaniens Liga eskaliert

Laliga-präsident javier tebas kritisiert real madrid und courtois

Der Streit um das abgesagte USA-Spiel in Spaniens Liga eskaliert weiter. Liga-Präsident Javier Tebas (63) hat scharfe Kritik an Real Madrid und Torhüter Thibaut Courtois (33) geübt.

Ursprünglich geplantes spiel

Ursprünglich geplantes spiel

Ursprünglich sollte das LaLiga-Duell zwischen Villarreal und dem FC Barcelona kurz vor Weihnachten in Miami/Florida stattfinden. Dies sollte ein symbolträchtiger Schritt für den internationalen Ausbau der Liga sein. Doch am Dienstag folgte die Absage.

Absage des spiels

Absage des spiels

In einem Statement hieß es: „LaLiga teilt mit, dass – nach Gesprächen mit dem Veranstalter des offiziellen LaLiga-Spiels in Miami – dieser seine Entscheidung bekannt gegeben hat, die Organisation der Veranstaltung aufgrund der Unsicherheit, die in den letzten Wochen in Spanien entstanden ist, abzusagen.“

Kritik von spielern und klubs

Kritik von spielern und klubs

Viele Klubs und Spieler hatten sich zuvorgegen den Plan gestellt. Kritiker warfen der Liga vor, Barcelona durch den Spielort zu begünstigen. Denn: Für das Team von Trainer Hansi Flick (60) wäre aus einem Auswärtsspiel eine Partie auf neutralem Boden geworden, vermutlich sogar mit mehr Fans, die Barça die Daumen drücken.

Proteste der spieler

Proteste der spieler

Aus Protest verharrten die Profis in mehreren Partien nach dem Anpfiff 15 Sekunden lang regungslos. Die Liga zeigte diese Szenen nicht im TV – stattdessen wurden neutrale Stadionbilder eingeblendet.

Kritik von courtois

Real-Torwart Courtois hatte das Vorgehen deutlich kritisiert. Bei einer Pressekonferenz vor dem Champions-League-Spiel gegen Juventus (1:0) sprach er von „Zensur“ und „Manipulation“.

Antwort von tebas

Das ließ Tebas nicht unkommentiert: „Da kommen viele Dinge zusammen. Die Spieler von Real Madrid können immer ‚Wettbewerbsverzerrung‘, ‚Wettbewerbsverzerrung‘, ‚Wettbewerbsverzerrung‘ rufen. Ich habe mir das von Courtois angehört, und es hört sich genauso an, als würde José Ángel Sanchez (Real-Vorstand, Anm. d. Red.) reden. Sie sagen beide genau dasselbe. Aber gut, was sollen die Spieler sonst sagen, wenn sie sich überhaupt trauen, etwas dazu zu sagen?“

Nicht gezeigte proteste

Auch zu den nicht gezeigten Protesten äußerte sich der Liga-Boss: „Der redaktionelle Standpunkt ist, dass alles, was gezeigt wird, auch mit dem Match zu tun haben muss. Wenn es Zwischenfälle oder spontane Aktionen gibt, zeigen wir die nie. Nicht mal in den Highlights. Und dabei sind wir geblieben.“

Verschärfte debatte

Mit seinen Aussagen verschärft Tebas den Ton im ohnehin angespannten Verhältnis zwischen LaLiga und dem Rekordmeister – und die Debatte um das geplatzte USA-Spiel dürfte damit noch lange nicht beendet sein.

Quelle

Quelle: BILD/ CBS Sports